APA ots news: Unternehmen machen sich für CO2-Preis stark - ANHÄNGE

Tuesday, 28. September 2021 11:42

CEOs FOR FUTURE präsentiert Positionspapier zur Bepreisung von

CO2.

Wien (APA-ots) - Die Diskussion rund um die Schaffung von

Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Zukunft ist kontroversiell.

Oft werden Unternehmen als Gegner einer CO2-Bepreisung angeführt. Ein

Preis für CO2 kann aber auch aus wirtschaftlicher Sicht Sinn machen.

Das hat sich der gemeinnützige Verein CEOs FOR FUTURE zum Thema

gemacht und gemeinsam ein Positionspapier erarbeitet. "Die Klimakrise

ist eine enorme Chance, unser Wirtschaftssystem auf neue Beine zu

stellen", sagt Wolfgang Anzengruber, Vorstand des Vereins CEOs FOR

FUTURE und meint weiter: "Wir wollen uns als Wirtschaftsinitiative

dieser Verantwortung stellen und vor allem auch die wirtschaftlichen

Chancen der Dekarbonisierung aktiv nutzen!" Unter der Leitung von

Christiane Brunner, Vorständin des Vereins CEOs FOR FUTURE, wurde ein

Positionspapier zum CO2-Preis verfasst, das von zahlreichen

Mitgliedsunternehmen unterstützt wird.

Zwtl.: CO2-Bepreisung als zentrale Maßnahme

Die Bepreisung von CO2 wird seit Jahrzehnten von Klimaökonom:innen

als eine zentrale Maßnahme gesehen, um die Klimakrise zu managen.

Während ca. 35 % der nationalen CO2-Emissionen aus den

energieintensiven Wirtschaftssektoren vom Europäischen

Emissionshandel (Emission Trading System - EU-ETS) bereits umfasst

sind und damit auch einen Preis für CO2 haben, ist der überwiegende

Teil der Emissionen in Österreich aus einer CO2-Bepreisung

ausgenommen. "Weltweit gibt es bereits eine Vielzahl von

CO2-Bepreisungssystemen. Auch innerhalb der EU sind in mehreren

Ländern bereits unterschiedliche CO2-Bepreisungssysteme für den

Non-ETS-Sektor etabliert", erklärt Christiane Brunner. Aus

wirtschaftlicher Sicht ist die Reduktion des CO2-Ausstoßes nötig, um

Folgen der Klimakrise und dadurch entstehende Kosten zu vermeiden. Es

geht aber nicht nur um mögliche Kosten, sondern auch um für die

Dekarbonisierung dringend nötigen Investitionen. "Wir wollen einen

fairen Wettbewerb für Unternehmen, die auf die Chancen der

Dekarbonisierung setzen. Und kein CO2-Preis heißt nicht, dass keine

Kosten anfallen - das Nicht-Handeln wird deutlich teurer sein!", sagt

Wolfgang Anzengruber.

Zwtl.: Fehlender CO2-Preis bringt Wettbewerbsnachteil

Tatsächlich eröffnet die CO2-Bepreisung neue Geschäftschancen. So

ermöglicht ein CO2-Preis einem Unternehmen, Business Cases für

Dekarbonisierungs-Lösungen umzusetzen. "Ein fehlender oder

unzureichender CO2-Preis bedeutet einen massiven Wettbewerbsnachteil

für Unternehmen, die in die Dekarbonisierung investieren oder

Projekte entwickeln können. Deswegen sprechen wir uns für einen

wirksamen CO2-Preis in allen Sektoren aus!" erläutert Christiane

Brunner weiter. Berthold Kren, CEO LAFARGE Zementwerke GmbH, führt

dazu aus Sicht eines Unternehmens aus: "Als Marktführer steht es für

uns außer Frage, Verantwortung zu zeigen und an richtungsweisenden

Lösungen mitzuarbeiten. Österreich nimmt in vielen Bereichen eine

führende Rolle ein, diese Position ermöglicht es uns, ja verpflichtet

uns, die Entwicklung weiter voranzutreiben." Jetzt müssen Lösungen

implementiert und auf den Weg gebracht werden. Kren erläutert dazu

weiter: "Die Umsetzung von Dekarbonisierungs-Lösungen bedarf enormer

Investitionen, das birgt Risiken und Chancen. Daher ist es wichtig,

dass es einen Preis für CO2 gibt, aber auch einen

Rückführungsmechanismus, um solche Lösungen auch marktfähig machen zu

können."

Zwtl.: CO2-Preis in Österreich schon ab 2022

Der Verein CEOs FOR FUTURE bezieht ganz klar Position: "Wir halten

eine Bepreisung von CO2 für alle Bereiche der Wirtschaft und der

Gesellschaft aus wirtschaftlicher Sicht für unumgänglich", erläutert

Wolfgang Anzengruber. Man begrüßt die Vorschläge der EU-Kommission

separate Emissionshandelssysteme für die Sektoren Gebäude und Verkehr

und damit ein europaweites CO2 -Preis-Signal zu etablieren und

spricht sich auch für ein CO2-Bepreisungssystem in Österreich ab 2022

aus - mit einem starken CO2-Preis-Signal auch in den Non-ETS

Sektoren. Dabei sind mehrere begleitende Aspekte unbedingt notwendig:

(1) Verwendung der Einnahmen (Recycling) für Investitionen in die

Dekarbonisierung, die Entlastung des Faktors Arbeit und Akzeptanz

durch die Gesellschaft, (2) Berücksichtigung des Marktumfelds von

Unternehmen (Carbon Border Adjustment Mechanism) und (3) Abschaffung

klimaschädlich wirkender Subventionen. Zu diesen Themen wird der

Dialog mit den Unternehmen weiter verstärkt und das Gespräch mit der

Politik gesucht. "Wir sind neben der Wirtschaftsplattform auch eine

Generationenplattform, die die Anliegen der Jugend nicht nur ernst

nimmt - unser Auftrag ist es, Rahmenbedingungen für die

Dekarbonisierung voranzutreiben und diese umzusetzen!", sagt

Christiane Brunner, Vorstand von CEOs FOR FUTURE abschließend.

Zwtl.: Das Positionspapier wird unterstützt von:

Asfinag I BearingPoint Austria I Ista Österreich GmbH I Lafarge I

ÖBB Holding GmbH I oekostrom AG I Österreichische Hoteliervereinigung

(ÖHV) I ProSiebenSat.1 PULS 4 - the Company 4 Gamechangers | PÜSPÖK

Group I Salzburg AG I Saubermacher Dienstleistungs AG I

Umweltbundesamt GmbH I VELLO GmbH I Wien Energie GmbH I Wiener

Stadtwerke GmbH

Zwtl.: Das Positionspapier gibt es [hier]

(https://www.ots.at/redirect/ceosforfuture) zum Download.

Über CEOs FOR FUTURE

CEOs FOR FUTURE ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung und

Beschleunigung einer nachhaltigen Transformation von Wirtschaft und

Gesellschaft. Der Verein startet mit der Wirtschaftsplattform als

ersten Schritt und versteht sich als unabhängige Plattform für

Top-Manager: innen, die Verantwortung für heutige und zukünftige

Generationen ergreifen und eine wirtschaftliche Zukunft im Einklang

mit den vorhandenen Ressourcen unseres Planeten aktiv gestalten

wollen. Am 14. Oktober 2021 wird die Generationenpattform mit ihrer

Botschafterin er Öffentlichkeit vorgestellt.

[www.ceosforfuture.at] (http://www.ceosforfuture.at) | [LinkedIn]

(https://www.linkedin.com/company/73478712/) | [Twitter]

(https://twitter.com/ceos4future)

Rückfragehinweis:

CEOs FOR FUTURE

c/o KRAFTKINZ GmbH

Pamela Graf // Christoph Klaritsch

Tel.: 01 803 30 84-14 // 01 803 30 84-17

E-Mail: ceosforfuture@kraftkinz.com

Web: www.ceosforfuture.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/34041/aom

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